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| Datum | Titel | Ort |
| 21.07.13 |
Cie Toula Limnaios every single day „Magischer Realismus“ – so benennt die aus Athen stammende Toula Limnaios ihren Stil. Mit dem umfangreichen Repertoire von bisher 31 abendfüllenden Werken der Cie. Toula Limnaios zählt sie zu den produktivsten Choreographinnen Deutschlands. 2004 wurde ihre Beckett –Trilogie für das ZDF/arte unter dem Namen atemzug verfilmt. 2012 wurde sie mit dem georg tabori preis ausgezeichnet.
every single day ist inspiriert durch den Essay Der Mythos des Sisyphos von Albert Camus. Wie Sisyphos sind die Interpreten in Aktionen verstrickt, die aussichtslos erscheinen. In der Zeitschleife wiederkehrender Bewegungen mit leichten, fast unmerklichen Veränderungen erlebt der Zuschauer die tägliche Herausforderung, etwas Unmögliches zu tun.
Es ist eine Choreographie des Betrachtens, eine poetische Erwägung über den beständig wachsenden Verdacht des Absurden. Sie treibt Alltagssituationen an die Grenze zum Surrealen und lässt dort zutiefst menschliche Eigenschaften erscheinen. Die Inszenierung nimmt den Beobachter mit Bildern gefangen, die ebenso bizarr wie poetisch sind.
„Enorm eindringliche Bilder gelingen Toula Limnaios in einer ihrer dichtesten Kreationen, in der sie kompromisslos die Tänzer dem Element Erde aussetzt.“ (tanznetz.de)
Choreographie: Toula Limnaios Link: www.tanzfestival-bielefeld.de |
Theaterlabor Bielefeld |
| 22.07.13 |
Cie Toula Limnaios every single day „Magischer Realismus“ – so benennt die aus Athen stammende Toula Limnaios ihren Stil. Mit dem umfangreichen Repertoire von bisher 31 abendfüllenden Werken der Cie. Toula Limnaios zählt sie zu den produktivsten Choreographinnen Deutschlands. 2004 wurde ihre Beckett –Trilogie für das ZDF/arte unter dem Namen atemzug verfilmt. 2012 wurde sie mit dem georg tabori preis ausgezeichnet.
every single day ist inspiriert durch den Essay Der Mythos des Sisyphos von Albert Camus. Wie Sisyphos sind die Interpreten in Aktionen verstrickt, die aussichtslos erscheinen. In der Zeitschleife wiederkehrender Bewegungen mit leichten, fast unmerklichen Veränderungen erlebt der Zuschauer die tägliche Herausforderung, etwas Unmögliches zu tun.
Es ist eine Choreographie des Betrachtens, eine poetische Erwägung über den beständig wachsenden Verdacht des Absurden. Sie treibt Alltagssituationen an die Grenze zum Surrealen und lässt dort zutiefst menschliche Eigenschaften erscheinen. Die Inszenierung nimmt den Beobachter mit Bildern gefangen, die ebenso bizarr wie poetisch sind.
„Enorm eindringliche Bilder gelingen Toula Limnaios in einer ihrer dichtesten Kreationen, in der sie kompromisslos die Tänzer dem Element Erde aussetzt.“ (tanznetz.de)
Choreographie: Toula Limnaios Link: www.tanzfestival-bielefeld.de |
Theaterlabor Bielefeld |
| 23.07.13 |
Fabien Prioville Dance Company Exp. on chatting bodies Die virtuelle Welt als Spielwiese der Selbstdarstellung - Fabien Prioville begibt sich gemeinsam mit dem Tänzer Pascal Merighi auf die Suche nach dem Reiz virtueller Begegnungen. Der Einfluss neuer Technologien auf unser Kommunikationsverhalten fasziniert den Choreographen, so dass er sich für dieses Stück von verschieden Videochatrooms inspirieren ließ, in denen per Zufallgenerator Menschen aus aller Welt miteinander in Kontakt treten. Er lädt Internet-Nutzer ein, via Skype mit dem Tänzer live über eine Videoprojektion in Kontakt zu treten. Es entstehen unvorhersehbare Situationen, die ihren Reiz aus dem künstlerischen Risiko des Unkalkulierbaren heraus entwickeln.
Fabien Priovilles Stücke haben alle eine gemeinsame Basis: Kontraste und Gegensätze. Sein künstlerischer Fokus liegt auf dem Erforschen der inneren Gefühlswelt eines Menschen. Für Beobachtungen und Eindrücke des Alltags sucht er nach klaren Bildern. Emotionen werden durchleuchtet oder ins Gegenteil verkehrt.
„Kann Körperkunst das Irreale glaubhaft machen? Der Tänzer Fabien Prioville kann das.“ (Melanie Suchy, Rheinische Post)
Choreographie und Tanz: Fabien Prioville und Pascal Merighi Dramaturgie: Jurga Imbrasaite Lichtdesign: Michael Götz
Dauer: 60 Min. Link: www.tanzfestival-bielefeld.de |
DansArt Theater Bielefeld |
| 25.07.13 |
nova Tanz Check...in! Check…in
Das Hotel der einsamen Wölfe ist wieder geöffnet – komm und check ein! Moderne Lakaien erwarten dich schon! Dich, den perfekten Bürger dieser globalisierten Welt. Bist du Alphatier oder bist du angepasst? Stell dich dem Test der reinen Westen. Aber sei gut vorbereitet und lege einen tadellosen Auftritt hin. Sonst verpasst du den Zug auf unserer „Reise nach Jerusalem“. Check … in!
Die Tanztheaterproduktion Check…in widmet sich dem Spannungsfeld von Individualität und Angepasstheit in der Masse. Wie und warum werde ich ein funktionierendes Mitglied der Gesellschaft? Manipulation und Täuschung, Wettbewerb und Showtime bestimmen den Stil dieser Inszenierung, die sowohl im Tanz als auch im Theater angesiedelt ist. Die Tänzer begeben sich auf die Suche nach dem wahren Ich, welches, verborgen hinter der Fassade des an dem gesellschaftlichen Ideal angepassten Einzelnen, erst freigelegt werden muss.
Die Tanzkompanie novaTanz ist eine kreative Gruppe von freien Künstlern mit Basis in Köln, deren interdisziplinäre Zusammenarbeit neue Akzente setzen will.
Choreographie: Slava Gepner (insgesamt 6 Tänzer) Musik: Achim Sondermann
Dauer: 70 Min.
Link: www.tanzfestival-bielefeld.de |
Theaterlabor Bielefeld |
| 26.07.13 |
Tchekpo Dance Company / Shang-Chi Sun Caresse du vent
„Trilogie du vent“ (Trilogie des Windes)
Was macht die eigene Realität aus? Oder: Wodurch wird eigene Realität geprägt? Speist sie sich durch das eigene Erleben, Erinnerungen und physische Erfahrungen? Ist es eine Konstruktion unserer Projektionen, Gedanken und Illusionen, die wir für unsere Realität halten? Entspricht sie dem Bild eines Menschen, der durch das Erfüllen seiner Lebensaufgabe zu innerer Ruhe, Sicherheit und Würde findet? Inwieweit verändern oder beeinflussen Abhängigkeiten und Gewohnheiten unsere Wirklichkeit?
In dem dritten Teil seiner „Trilogie du vent“ (Trilogie des Windes) setzt der Tänzer und Choreograph Tchekpo Dan Agbetou seine Reise zu sich selbst durch Raum und Zeit fort. Der Wind mit all seinen Facetten - ob zärtlicher Umschmeichler oder als verwüstende Naturgewalt - steht für ihn als das Element, das die Diversität der verschiedenen Gefühle seiner Lebensrealität widerspiegelt. Gleichzeitig spielt er damit als Metapher für das Verwirbeln von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, seiner eigenen Wirklichkeiten und der Ungewissheit, wohin ihn die Zukunft trägt.
Caresse du vent - Berührung durch Gefühle der Rivalität, des Mitleids, der Angst, des Leids, der Trauer, der Freude, der Scham, der Wut, des Hasses und der Unzufriedenheit…
Konzept und Choreographie: Tchekpo Dan Agbetou und Alice Weissbarth
Tanz: Tchekpo Dan Agbetou
Regie und Bühne: Augustinus von Loe und Tchekpo Dan Agbetou
Licht: Chris Umney
Musik: Steve Reich, Davis Darligene, London Chamber Orchestra
Dauer: ca. 45 Min.
Traverse
Die Direktheit, Aufrichtigkeit und Klarheit machen Traverse, das Solo des taiwanesischen Ausnahmetänzers Shang-Chi Sun, so bestechend. Mit großer Virtuosität und äußerster Präzision entspinnt sich eine sehr persönliche tänzerische Selbstbefragung. Shang-Chi Sun gelingen immer wieder unerwartete Übergänge zwischen Innehalten und raumgreifender Choreografie. Die hochkonzentrierte Geschmeidigkeit seiner Bewegungen - ein isolierter Körper, dessen Arme wie Richtungszeiger den Raum durchschneiden - fasziniert und macht das Solo zu einem kleinen Juwel.
Shang-Chi Sun stammt aus Taipeh und ist Preisträger des taiwanesischen LMF Dance Found. Sein Solo "Traverse" wurde 2012 für die Priority List des europäischen Netzwerks Aerowaves ausgewählt. Er erhielt seine Tanzausbildung in Ballett und Zeitgenössischen Tanz an der National Academy of Arts in Taipeh und ist Absolvent der Ernst Busch Schule (Berlin) mit einem Master of Arts in Choreographie. Er arbeitet mit zahlreichen Kompanien wie Sasha Waltz & Guest, Nürnberg Dance Theatre, Cloud Gate Dance Theatre of Taiwan, Balletto Teatro Di Turino und Cie. Toula Limnaios. 2001 gründete er seine Kompanie „Shang Chi Move“ und kreierte mehrere Tanzaufführungen. Seine Stücke touren regelmäßig in Europa und Asien. “Er biegt sich unter seinen Umdrehungen, elegant wie ein Tai-Chi-Meister, energisch wie ein Samurai.“( tanz)
Choreographie/Tanz: Shang-Chi Sun
Musik: Ryoji Ikeda
Bühnenbild: Jens Siewert
Licht: Shang-Chi Sun, David Friedrich Dauer: ca. 16 Min.
Link: www.tanzfestival-bielefeld.de |
DansArt Theater Bielefeld |
| 30.07.13 |
Helena Waldmann Revolver besorgen Wenn das große Vergessen beginnt – das Stück der Berliner Choreographin Helena Waldmann setzt sich eindrucksvoll mit dem Thema Demenz auseinander. Was bedeutet es für Betroffene und Angehörige? Und wie fühlt es sich an, wenn nach und nach der Bezug zur Realität verloren geht, wenn die Frau, der Mann, die Kinder zu Fremden werden.
Revolver besorgen stellt sich der uns alle bedrohenden Welt des Wissens- und Erinnerungsverlustes. Die grandiose Tänzerin Brit Rodemund wird im Verlauf der 60 Minuten zu ihrem eigenen Zwilling – zeitgenössische Tänzerin mit umwerfender Präsenz, dann Suchende, der alles, sogar der eigene Körper oder eine Plastiktüte, ein Wunder ist. Sie zeigt beeindruckend den Balanceakt zwischen gierig gemachten Entdeckungen und irren Abgründen.
Helena Waldmann gelingt es, die geistigen Aussetzer durch Bewegung spürbar zu machen, wenn die Tänzerin zwischen ästhetischer Selbstdarstellung und Gesichtsverlust schwankt. Zu Recht ist die wandelbare Brit Rodemund für diese Leistung von der Zeitschrift "tanz" zur Tänzerin des Jahres 2011 gekürt worden.
„Eine beeindruckende Inszenierung, die trotz des düsteren Themas vor Schönheit strahlt.“
Choreographie: Helena Waldmann
Tänzerin: Brit Rodemund
Dramaturgie: Dunja Funke
Musik: Gustav Mahler, Johann Strauss, Zeitkratzer, Nat King Cole
Licht: Herbert Cybulska Bühne: Jochen Sauer
Kostüm: Mari Krautschick
Dauer: ca. 60 min.
Produktion: Helena Waldmann und ecotopia dance productions Link: www.tanzfestival-bielefeld.de |
Theaterlabor Bielefeld |
| 01.08.13 |
Cie Irene K. Hungry Eine surrealistische Sphäre in der das Leben hungert … nach sich selbst. Es liegt im Wesen der Natur, dass sie immer wieder neue Formen schafft. Sie besteht aus lebender Materie, in der alle Kreaturen miteinander kommunizieren. Verbunden durch den Fluss des Lebens, verschmelzen sie ineinander und tauschen ihre Formen aus. Von der bewegungslosen Ausgangsposition der Kokons, geht eine Bewegung, eine unaufhaltsame Metamorphose aus. Tänzerinnen in Insektengestalt nehmen immer wieder neue Gestalten an. Ihre Körper scheinen mal menschlich, mal animalisch. Und schließlich erlischt das Leben in der Körperhülle, denn die stetige Metamorphose hält schon wieder eine neue Hülle bereit. Hungry verweist auf die Kehrseiten des Lebens: einerseits der unstillbare Hunger nach Leben und Entfaltung, andererseits das tiefe Bedürfnis nach Ruhe, Harmonie und Besonnenheit.
Choreographie: Irene Kalbusch Tanz: Marie-Laure Fiaux, Mélodie Lasselin, Svende Obrocki, Masami Sakurai, Hiroshi Wakamatsu Dramaturgie: Daniel Rademacher Szenographie: Werner Bitzigeio Kostüme: Sabine Kreiter Musik: Pierre Remy, Bernd Thewes Lichtkreation: Jean-Louis Gille
Dauer: 70 Min. Link: www.tanzfestival-bielefeld.de |
Theaterlabor Bielefeld |
| 02.08.13 |
Cie Silke Z. / resistdance Wasteland Das ist unser Revier…. Verwüstet, apokalyptisch, fruchtbar. Was passiert wenn wir denken, wir haben nichts mehr zu sagen, nichts mehr zu sehen? Wie reagiert unser Körper in einer lebensfeindlichen, leeren Umgebung? Ist die Destruktion die einzige Methode einen neuen Anfang zu erzeugen?
Dieses Duett puren Tanzes ist der außergewöhnlich feinfühlig choreographierte Prozess eines inneren Wandels, der mit der Sprache des Körpers die Leere, das "Wasteland", langsam besetzt.
Choreographie, Tanz: António Cabrita, São Castro
Musik: Hildur Gudnadóttir, Nine Inch Nails, Godspeed You Black Emperor Licht, Kostüme: António Cabrita, São Castro Technik: João Frango Dauer: 40 Min. Link: www.tanzfestival-bielefeld.de |
DansArt theater Bielefeld |
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